Emotionale Intelligenz

An diesen 5 Faktoren erkennst du, ob du emotional intelligent bist

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Emotionale Intelligenz

Jeder ist im Laufe seines Lebens schon einmal mit dem Begriff "Intelligenzquotient (IQ)" in Berührung gekommen. Doch die Wenigsten wissen, dass es auch den emotionalen Intelligenzquotienten (EQ) gibt. Mit diesem wollen wir uns hier etwas genauer befassen.

Definition

Unter dem Begriff "Emotionale Intelligenz" wird die Kompetenz verstanden, nicht nur die eigenen, sondern auch fremde Gefühle wahrzunehmen. Hierbei geht es allerdings nicht um die reine Erkennung der Emotionen, sondern um die korrekte Wahrnehmung dieser und die Fähigkeit, diese zu beeinflussen. Dies geschieht über Mimik, Gestik und Stimmlage.

Herkunft

Erstmalig benannt wurde die emotionale Intelligenz 1920 unter dem Namen "Soziale Intelligenz" durch den US-amerikanischen Psychologen Edward Lee Thorndike. Anfang der 90er Jahre forschten zwei Amerikaner, der Psychologe John D. Mayer und der Sozialpsychologe Peter Salovey, auf dem Gebiet der "emotionalen Intelligenz" und führten diesen Begriff als Fachausdruck ein.

Berühmtheit erlangte der Begriff allerdings erst Mitte der 90er Jahre durch den US-Psychologen und Bestsellerautor Daniel Goleman. Er schrieb ein Buch über das Thema, welches international zu einem riesigen Erfolg wurde. Der Titel des Buches lautet: EQ. Emotionale Intelligenz.

Ist emotionale Intelligenz messbar?

Wer das Internet nach EQ-Tests durchsucht, wird überschüttet mit unterschiedlichen Test. Die Seriosität dieser Tests sollte jeder für sich selbst in Frage stellen.

Wie kann denn die emotionale Intelligenz überhaupt gemessen werden? Ähnlich wie bei einem IQ-Test werden Fragen gestellt, welche die sozialen Fähigkeiten überprüfen.

John D. Mayer und Peter Salovey entwickelten zusammen mit dem Psychologen David R. Caruso den sogenannten "Mayer-Salovey-Caruso Emotional Intelligence Test (MSCEIT)". Es ist der am häufigsten angewendete Test zur Überprüfung des EQs.

In diesem Test wird der EQ der Testperson in 4 verschiedene Bereiche unterteilt:

Das Wahrnehmen von Emotionen

In diesem Bereich wird nochmals unterteilt zwischen der Wahrnehmung der Emotionen in Gesichtern und der Wahrnehmung der Emotionen in Designs, Landschaften und Bildern; da sich die Fähigkeiten der getesteten Personen in beiden Teilen stark unterscheiden.

Das Nutzen von Emotionen

Hier gibt es zwei Teilbereiche. In dem einen wird die Fähigkeit, Emotionen genaustens zu identifizieren, getestet. In dem anderen Teil geht es um den Vergleich der Emotionen mit anderen Sinnesfaktoren.

Das Verstehen von Emotionen

Überprüft wird, inwieweit die Testpersonen in der Lage sind, mehrere Emotionen in ineinandergreifenden Situationen erkennen und benennen zu können.

Das Beeinflussen von Emotionen

In diesem Teil werden die Testpersonen über ihren Umgang mit Emotionen abgefragt. Daraus wird ermittelt, wie gut die Befragten in der Lage sind, ihren eigenen emotionalen Zustand zu ändern (z. B. Wut in Ausgeglichenheit umwandeln). Auch die Fähigkeit, die Gefühle anderer Menschen zu ihren eigenen Gunsten zu manipulieren, wird hier getestet.

Abbildung: Aspekte der emotionalen Intelligenz

Was gehört zur emotionalen Intelligenz?

Laut Goleman gibt es 5 ausschlaggebende Faktoren für die emotionale Intelligenz:

Selbstwahrnehmung

Hier geht es um die Fähigkeit, sich über die eigenen Stärken und Schwächen bewusst zu sein.

Im Bereich der emotionalen Intelligenz bedeutet dies, dass Menschen mit einer gesunden Selbstwahrnehmung fähig sind, ihre Gefühle und Emotionen aus einer objektiven Lage heraus zu betrachten.

Selbstregulierung

Unter Selbstregulierung wird die Fähigkeit der Impulskontrolle verstanden. Menschen mit dieser Stärke sind in der Lage, auf Emotionen wie z. B. Wut, Ärger oder auch Angst kontrolliert zu reagieren. Sie lassen sich nicht nur von ihren Gefühlen leiten.

Empathie

Die Empathie gehört zu den stärksten Aspekten der emotionalen Intelligenz. Ein empathischer Mensch besitzt die Fähigkeit, sich in die Situation anderer Menschen hineinzuversetzen und ihre Emotionen nachzuvollziehen.

Umgang mit Menschen

Hierbei geht es um die Fähigkeit, eine Bindung zu anderen Menschen aufbauen und halten zu können. Der soziale Kontakt zu Mitmenschen ist essenziell.

Motivation

In diesem Punkt geht es um die intrinsische Motivation. Diese zeichnet sich durch Leidenschaft und Ehrgeiz für ein bestimmtes Thema aus. An einem Ziel trotz großer Hürden festzuhalten und diesem weiter entgegen zu streben, zeugt von einer hohen Motivation.

Fazit

Je höher der emotionale Intelligenzquotient bei einem Menschen ausgeprägt ist, desto größer ist seine innere Stärke. Personen mit einem hohen EQ sind in der Lage, mit schweren Schicksalsschlägen und Krisen souverän umzugehen und sich nicht nur von Emotionen leiten zu lassen.

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